Videoanalyse Kraulschwimmen

Heute hat es endlich geklappt, die Videoaufnahme!
Ich war mit einem Freund, der sich gerade ebenfalls auf eine Langdistanz vorbereitet, zum Schwimmen mit Videoanalyse verabredet.
Meiner Meinung nach sieht das ĂŒber Wasser gar nicht so ĂŒbel aus.

Das Ergebnis von 6 Monaten autodidaktischem Training, angefangen
mit maximal 3 ZĂŒgen und ziemlicher Frustration, die in Motivation umschlug!

Bin gespannt, was die Experten sagen.

Videoanalyse Kraulschwimmen

Swim : 2 km in ca. 1 Std. (mit vielen Pausen und FachgesprÀchen)

0 Kommentare bei „Videoanalyse Kraulschwimmen“

  1. WĂŒrd mich mal interessieren, was die Experten dir gesagt hatten. Ich persönlich hĂ€tte jetzt gesagt, dass du das Anstellen verbessern kannst, also lĂ€nger den Ellbogen oben halten solltest. Mehr kann ich leider aufgrund der QualitĂ€t jetzt nicht erkennen. Eventuell noch mehr Dehnbarkeit im SchultergĂŒrtel, damit du den Arm in der Überwasserphase nĂ€her am Körper fĂŒhren kannst und somit eine stabilere Wasserlage erhĂ€lst.
    Lg

  2. Kommentar 1 :
    Nun konnte ich mir deine Videos noch einmal ansehen; mir fÀllt es schwer, dazu etwas zu sagen..
    Nur eines ist mir ganz deutlich aufgefallen: Der Unterwasserarmzug, der wichtige Armzug, der Motor des ganzen, stockt und ist nicht so krĂ€ftig, wie er sein könnte. Der Arm gehört richtig durchgezogen. Du legst (zumindest schaut es auf dem Video so aus) eine kurze „Pause“ ein und ziehst nicht mit gestrecktem Arm nach unten durch.
    Sonst ist mir nichts aufgefallen, ich finde, bis auf den Unterwasserarmzug schautÂŽs top aus. Wasserlage, Beinschlag, Kopfbewegung. Einwandfrei (wie gesagt, soweit ich das beurteilen kann).
    Ich vermute aber schwer, dass dich die fehlende Kraft, der fehlende Motor (d.h. eben der technisch nicht saubere Unterwasserarmzug) auch so viel Energie kostet, atemlos macht, die Kraulerei anstrengend werden lÀsst.

    Kommentar 2 :
    Beim Eintauchen stechen die HĂ€nde wie ein SĂ€bel schrĂ€g ins Wasser anstatt weit nach vorn zu greifen und dann Wasser zu ziehen (Zugphase). Bei der Unterwasserphase neigst du dazu, den Arm einfach herauszuziehen, anstatt Wasser wegzudrĂŒcken (Druckphase). Das limitiert dich im Tempo, so gibst du noch zu viel verloren. Wenn du bewusst abstreifst an der HĂŒfte, verschwindet das. Vorne greifen die HĂ€nde etwas ĂŒber die Mitte, was dich ebenfalls bremst. Aber das sind Kleinigkeiten, du bist auf einem guten Weg.

    Kommentar 3 :
    Geh mit gestreckterem Arm in das Wasser, der Ellenbogen ist noch zu gebeugt.

    Tauch nicht direkt neben deinem Kopf mit deinen HĂ€nden ein, sondern schau das du in Schulterbreite eintauchst. Deine Schultern werden es dir danken.

    Wenn du es schaffst mit gestrecktem Arm und in Schulterbreite in das Wasser einzutauchen, dann ist es fĂŒr dich auch möglich anders mit der Hand ins Wasser zu kommen. Versuche mal den Bewegungsablauf so zu verinnerlichen das zu erst der Daumen bei einer leicht gespreizten, aber ausgestreckten Hand, in das Wasser eintaucht. Damit hast du mehr OberflĂ€che und kannst auch ebenso mehr Druck im Zug ausĂŒben beim Anfang der Unterwasserphase..

    Schau das du mehr Rotation in deinen Atemabschnitt bekommst. Du liegst doch noch ein bisschen steif wie ein Brett im Wasser. Nutz die Bewegung um die Atmung zu unterstĂŒtzen. Du bist doch ein technische Spielkind? Dann probier es mal damit Hydro Hip, und zur Taktgebung/Rotation noch eins oben drauf Tech Toc

    Von unten kann ich leider ganz wenig erkennen, außer das ein Cosmo auf mich zu schwimmt.

    Schau mal das du deinen Beinschlag optimierst. Du musst auf der Langstrecke keine „Sahne schlagen“.
    So genau kann ich es von der Frontansicht sehen, aber mir scheint das du die Beine versuchst mit einem zusĂ€tzlichem Kick aus den Knien zu „verstĂ€rken“. Das ist absoluter Nonsens außer du willst auf die Sprintstrecke und selbst da ist es nicht der Fall.
    Schau das du den Kick aus dem HĂŒftgelenk bekommst und die „Welle“ bis in die Zehenspitze laufen lĂ€sst. Das trĂ€gt wesentlich mehr zur Stabilisierung der Wasserlage bei. Dabei muss die Frequenz bei der LangstrĂ€cke nicht hoch sein (zwei BeinschlĂ€ge auf einen Armzug).
    P.S. ohne GewÀhr. Ein guter Schwimmer ist oft leider kein guter Trainer. Mir fehlt es an der Theorie, kann nur aus der Erfahrung berichten.

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