Trainingstagebücher wollen auch an trainingsfreien Tagen gefüllt werden, denn auch an jenen dreht es sich im Geiste ums Training, nicht nur, doch immer mal zwischendurch!  😉
Als heute kurz vor Mittag an der Arbeit das Telefon klingelte und ich den Hörer abhob, begrüßte mich ein Kollege mit den Worten : „Ein frohes neues Jahr,  Du hast eine Reise in die USA gewonnen“. Das war die Bestätigung, dass ich in zwei Wochen dienstlich übern Teich fliege, um in der Nähe von Boston meine Fraktion fachlich in einem Projektgespräch zu vertreten. Ich hatte mich kurz vor Weihnachten spontan dazu bereit erklärt, diese Aufgabe trotz meiner sehr eingestaubten Englischkenntnisse im Falle des Zustandekommens zu übernehmen. Noch am selben Tag beantragte ich einen neuen Reisepaß mit vorschriftsmäßigem Fahndungsfoto und hinterließ gleichzeitig meine Fingerabrücke. Heute konnte ich ihn druckfrisch am Passamt in Empfang nehmen, morgen wird das Visum beantragt. Mein erster Aufenthalt im Obama Land! Obwohl wenig Zeit für Besichtigungen zur Verfügung stehen wird und ich mir fast sicher bin, dass mich dort eine ähnlich graue Landschaft wie zur Zeit hier zu Hause erwartet, freue ich mich auf diesen Kurztrip. Selbstverständlich packe ich die Laufklamotten ein, denn wenigstens möchte ich einen erlaufenen GPS-Track als Souvenir mitbringen!

Somit wird der Trainingsplan ab morgen um eine weitere Disziplin ergänzt, „Auffrischung der englischen Sprachkenntnisse“ mit dem Schwerpunkt, die für das Projekt notwendigen technischen Unterlagen zusammenzustellen, zu übersetzen und in eine Präsentation in englischer Sprache zu verpacken.

Gesundheitlich bin ich wieder fast auf dem Damm, seit gestern keine Halsschmerzen mehr, dennoch hielt ich heute nochmal die Füße still.
Sofern mir mein Immunsystem über Nacht keinen Streich spielt, steige ich morgen wieder ins Training ein. Als Motivationslektüre lese ich gerade „Laufen“ von Bernd Heinrich, über den Titel stolperte ich kürzlich hier irgendwo im Forum.
Schönes Buch! 🙂