Etwas verspätet, aber dennoch zeitig drückte ich um 6:15 Uhr die Starttaste meines Forerunners auf der Bahn. Ich war nicht allein, zwei zunächst stille Zuschauer, zwei Enten, saßen mitten auf dem Spielfeld und turtelten miteinander. Als ein halbe Stunde später der Platzwart mit seinem Mountainbike angerollt kam, flogen sie schnatternd davon. Der Platzwart kam wie gerufen, drehte die Wasserhähne auf und sprengte den Rasen. Die feinen Wasserstrahlen erreichten locker die Innenbahn und gaben mir während der restlichen Zeit die Gelegenheit, mich Runde um Runde berieseln zu lassen, genial. Zwischenzeitlich waren zwei Fahrzeuge vom Bauhof der Stadtverwaltung eingetroffen. Zwei junge Burschen, Ferienarbeiter wie sich später rausstellte, stiegen aus und wurden vom Platzwart eingewiesen, die Sandgruben der Weitsprunganlage von Unkraut zu befreien und für einen Wettkampf herzurichten. Lustlos machten sie sich ans Werk und ich war ihr Zuschauer! Dies versetzte mich zurück in meine Jugend, als ich ebenfalls mein Taschengeld mit allen möglichen Jobs aufgebessert hatte. Mit soviel Ablenkung brauchte ich nicht mal die Laufrichtung zu wechseln, von Monotonie keine Spur.

Diesmal war ich besser vorbereitet, lief mit kalibriertem Fußsensor statt GPS und hatte mir die Rundenzeiten vorher ausgerechnet, um meine Zielpace einhalten zu können.
So spulte ich nach 2 km Einlaufen 16 Intervalle a 1,2 km inø 4:58 Min/km mit jeweils 400 m Trabpause in ø 6:18 km/min ab. Ich verzichtete auf Gels und nahm zwischendurch nur ein paar Schlucke vom Maltogebräu. Ein angenehmer Lauf mit guten Beinen!

Run : 27,6 km in 2:27:35 | 5:21 | 143 (75%) | 158 (83%)
darin :
16 x 1,2 = 19,2 km in 1:35:14 | 4:58
16 x 0,4 =   6,4 km in 0:40:21 | 6:18

Langer Lauf - Intervalle 23.07.2013, Herzfrequenz