Drei Hüttenwanderer – drei Marathonis

Dem Regen, dem Wind und den Schmerzen während der letzten 10-15 km getrotzt, erreichten wir stolz und glücklich das Ziel.

Ohne spezifische Marathon Vorbereitung und mit relativ wenig Laufkilometern in den Beinen wusste ich nicht so richtig, wie ich mein Pacing gestalten sollte. Jenseits von Bestzeitgedanken arbeitete ich mich langsam aus dem Sub 4 Block nach vorn, was anfangs ziemlich schwierig war. Beim Start fing es leicht an zu regnen, kein Problem, im Gegenteil, ich empfand es sogar als angenehm. Mein Schnitt pendelte sich knapp unter 5 Min/km ein und fühlte sich easy und gut an. Etwa bei HM Distanz überholte ich die 3:45 Pacer und heftete mich an die Fersen einer großen schlanken Frau. Ab da wurde es einsam auf der Strecke, denn ca. 90% bogen zum HM ins Ziel ab. Ich schloß zu der (für mich) recht flotten Läuferin auf und ab da liefen wir die nächsten Kilometer in gleichem Takt nebeneinander her. Kurz vor Kilometer 28 fragte sie mich, ob ich den vollen Marathon oder die 2/3 Distanz laufe (ja sowas gibts in Mainz). Sie wollte offensichtlich abbiegen – mir reichts – waren ihre Worte. Ich konnte sie überreden, weiterzulaufen und fühlte mich ab diesem Zeitpunkt quasi verpflichtet, die Pace zu halten. Bei heftigem Gegenwind gings über eine Brücke, was mich vermutlich einige Körner gekostet hat und dennoch verschärfte ich bei Kilometer 32 in allem Übermut nochmal das Tempo, für meine Mitläuferin kein Problem. Kurzzeitig hatte ich sogar 4:10 Min/km auf der Uhr, drosselte jedoch schnell auf 4:30. Diese Pace hielt ich allerdings nicht lange durch, da machten sich dann doch die fehlenden lange Läufe/Tempodauerläufe bemerkbar. Bei Kilometer 35 ließ ich meine Begleiterin wissen, dass ich Tempo raus nehmen muss und ließ sie ziehen, leider. Sie bedankte sich und verschwand alsbald aus meinem Sichtfeld. Meine Zeit war mir vollkommen wurscht, ich war bereits zu diesem Zeitpunkt äußerst zufrieden, dass ich überhaupt so gut durchgehalten hatte. Die letzten 7 Kilometer waren zäh und taten wie üblich weh, dennoch war ich gut gelaunt, deutlich besser als in Frankfurt letztes Jahr, und überquerte nach 3:38 h die Ziellinie! Genial!

Run : 42,195 km in 3:38:54 | 5:11 Min/km | ø 148 (77%)

 

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Halbzeit

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Im Ziel

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