Nachdem ich den gestrigen Tag antriebslos auf dem Sofa verbrachte, sammelte ich heute die ersten Radkilometer in 2016. Zwar nur eine Handvoll, aber besser als nichts. Genau in dem Moment als ich die Schuhe in die Pedale einklickte und losfahren wollte, fing es an zu regnen, herzlichen Glückwunsch. Was soll’s, ich nutzte die Gelegenheit, um endlich mal die Regenkleidung zu testen. Ruck zuck war ich von Kopf bis Fuß regentauglich vermummt und machte mich als bald auf den Weg. Doch nach nur wenigen Kilometern peitschte mir der kalte Regen dermaßen unangenehm ins Gesicht, dass ich nochmal anhielt und mich mit einem multifunktionalen Buff Tuch bis zur Nasenspitze einhüllte. So war es erträglich, ja fast angenehm, es fehlten eigentlich nur noch die Scheibenwischer an der Radbrille.

An den Regen hatte ich mich schnell gewöhnt, doch nun nervte mich etwas anderes. Die Kette rasselte in den meisten Gängen und wechselte nicht mehr präzise von Ritzel zu Ritzel. Nach dem erst kürzlich erfolgten Austausch der Schaltzüge war das allerdings zu erwarten und zeichnete sich bereits ansatzweise während der letzten Ausfahrt ab. 

Bei besserem Wetter und ohne nervendes Kettenrasseln hätte ich sicher noch ein paar Kilometer drangehängt, aber so verließ mich heute vorzeitig die Lust. 

Aber ich kam fast vollständig trocken zu Hause an. Die Regenkleidung hat den Test somit fast bestanden. Nur die Hände waren komplett nass, aber nicht ausgekühlt, dank der guten Wärmeisolierung  der noch fast neuen Castelli Neopren Handschuhe. Für Dauerregen sind sie leider nicht geeignet, deshalb werden beim nächsten Mal wieder die Goretex Handschuhe eingepackt. 

Das total verdreckte Rad ist mittlerweile wieder blitz blank, die Schaltung neu justiert, die Kette gereinigt und geölt und wieder einsatzbereit für die nächste Tour.

Bike : 25,4 km / + 272 Hm in 1 :15 h