Kahler Asten

Animiert durch einen Arbeitskollegen, der mir kürzlich von seiner Tour zum „Kahlen Asten“ berichtete, entscheide ich mich heute Morgen spontan, genau dort hin zufahren. Im Prinzip ist die Route total simpel und nicht zu verfehlen, dennoch ziehe ich mir den Track des Arbeitskollegen bei Strava runter, um diverse Navigationsfunktionen meiner Garmin Edge 1000 und GPSmap64 Navis zu testen, quasi als Vorbereitung auf das nächste Brevet.

Puristen schütteln vermutlich den Kopf beim Anblick meines Rennrad Cockpits, ich finde es genial!


Zunächst bergauf oder bergab? Ich entscheide mich für die Walddörferroute, also bergauf, um den Kreislauf in Schwung zu bringen, aber vor allem weil ich das Streckenprofil mag. Hommershausen, Wangershausen heißen die ersten beiden Orte, Rengershausen ist der Dritte im Bunde und gleichzeitig die Belohnung für das Überwinden der ersten Hügel. Im dicksten Gang rase ich durch enge Kurven hinaus aus dem Wald, hinab in den Ort, ins Nuhnetal, vorbei an Braunshausen und relativ flach nach Hallenberg.

In Hallenberg wechsle ich auf den bis Winterberg durchgängig asphaltierten Radweg. Es geht stetig, jedoch mit moderaten Steigungswinkeln, bergauf. Dass ich Rückenwind habe, wird mir erst auf der Rückfahrt bewusst!    

Nach ca. 90 Minuten erreiche ich Winterberg. Ganz schön viel los im Ort, jede Menge Autos und Fußgänger, Menschen die durch die Straßen bummeln, einkaufen oder einfach nur in einem dem vielen Cafés draußen sitzen und das schöne Wetter genießen, wie ich, nur dass ich dabei lieber auf dem Rad sitze und froh bin, dem Trubel möglichst schnell zu entkommen.

Von Ortsmitte Winterberg bis auf den“Kahlen Asten“ sind es nur wenige Kilometer. Ich war zuletzt vor einigen Jahren während einer mehrtägigen Wanderung auf dem Rothaartsteig dort. Mit dem Rad erklimme ich den 841 m hohen Berg heute zum ersten Mal. Damals waren wir zu dritt und legten eine längere Kaffeepause ein. Diesmal halte mich nur kurz auf, mache ein paar Fotos, wechsle mein feuchtes Unterhemd und kehre wieder um.  

 
  
Das schöne an an dieser bis zum Wendepunkt stetig ansteigenden Strecke ist die rasante Rückfahrt, zwar mit Gegenwind, aber dennoch ein Genuss!

Bike : 73,3 km | + 876 Hm | 3:18 h | NP 137 W | 22,2 km/h

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