Ich bin zur Zeit etwas schreibfaul, war aber seit dem letzten Eintrag nicht untätig. Aufgrund einer leichten Erkältung pausierte ich jedoch eine Woche. Gestern und vorgestern war ich mit dem Rennrad endlich wieder draußen und sammelte ein paar Kilometer und Höhenmeter. Mit durchschnittlichen Temperaturen von Null Grad Celsisus war es zwar an beiden Tagen ziemlich frisch, doch dank entsprechender Kleidung fühlte ich mich pudelwohl. Hände, Füße, Kopf und Rücken blieben warm und trocken. So macht Radfahren Spaß!

Freitag radelte ich nach Alertshausen, bestes K3-Revier, und versuchte mich mal wieder an einem der steilsten Anstiege hier in der Gegend. Die 1,4 Kilometer aufwärts zum Hof Karlsburg mit durchschnittlich 12% und maximal 25% Steigung ließen meinen Puls ordentlich in die Höhe schnellen. Im letzten Jahr musste ich dort im ersten Versuch passen und kurz anhalten, allerdings mit einer anderen Übersetzung, mit 36/28. Mit 34/32 war es diesmal  zwar auch kein Spaziergang, aber machbar. Oben angekommen – Höhe 595 m, noch schneebedeckt – pfiff ich aus dem letzten Loch und gönnte ich mir eine kurze Verschnaufpause. Auf dem Rückweg fuhr ich durch den Sonnenuntergang in die Dunkelheit, traumhaft, deshalb freue ich mich jetzt schon auf die erste Nachtfahrt.  

 
  
  
  

74 km – 806 Hm – 3:18 h

Samstag legte ich noch ein Schippe drauf. Bei zunächst strahlendem Sonnenschein radelte ich durchs Wohratal über die Lahnberge nach Marburg, auf der anderen Seite zwischen dem Lahntal und dem Edertal über zahlreiche Hügel durch den Burgwald wieder zurück. Bis auf wenige verkehrsreiche Abschnitte war es eine sehr schöne Tour durch abwechslungsreiche Landschaft und verschlafene kleine Ortschaften, deren Existenz mir bisher nicht bewusst war. Zum Schluß wurde es nochmal etwas ungemütlich, Sonne weg, stattdessen dichter Schneeregen, der mich bis zur Haustür begleitete.

  
  

  
  
116 km – 1250 Hm – 5:38 h